9 Dezember 2017

Eine Kultur der Vernetzung

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Thomas Engelhardt

Der Zielstern: eine Kultur der gelebten Vernetzung

Egal in welchem Unternehmen wir gerade unterwegs sind, letztlich machen sich alle in dieselbe Richtung auf:

Die Transformation geht von einer Kultur der Trennung hin zu einer Kultur der Vernetzung

In einer vernetzten Welt sind die starren Unternehmenskulturen, die allzu sehr auf Trennung basieren, einfach nicht mehr attraktiv für die eigenen Potenzialträger und schlichtweg zu langsam für das Innovationstempo der jeweiligen Branche. Bisherige Kulturen haben Trennung sowohl top-down über Hierarchien als auch vertikal über die fachlichen Silos hinweg perfektioniert. Es wurden entsprechende Strukturen geschaffen und eine passende Unternehmenskultur entwickelt, die auch über Jahre oder Jahrzehnte erfolgreich war.

Und damit waren sie lange sehr erfolgreich. Es hat sich als „Schatten“ zum erfolgreichen Geschäftsmodell eine Kultur herausgebildet, die diesen Erfolg unterstützt hat.

Doch die Zeiten haben sich geändert: Wir leben in einer vernetzten Welt
Das Problem ist allerdings, dass die Welt sich verändert und von Unternehmen daher andere Dinge verlangt werden, damit sie auch zukünftig auf dem Markt erfolgreich sind. Geschäftsmodelle müssen flexibler und dynamischer werden, es bedarf einer schnelleren Reaktions- und Innovationsfähigkeit. Wir befinden uns in einer (unter anderem durch die Digitalisierung, aber auch das Arbeitsverständnis der Generation Y) zunehmend vernetzten Welt, in der die starren Unternehmen mit ihren entsprechenden Kultur das Nachsehen haben – je nach Branche früher oder später.

In einer vernetzten Welt braucht es auch im Unternehmen eine Kultur der Vernetzung

Der Leitstern, an dem sich Kulturentwicklung daher ausrichten sollte, ist die vertikale und horizontale Vernetzung im Unternehmen mit den dazu gehörenden Verhaltensweisen. In Zukunft sollte es also nicht mehr belohnt werden, offene Themen und Verantwortungen nach oben zu geben, sondern Entscheidungen dezentral zu treffen. Es muss belohnt werden, dass ich meine Zeit mit Schnittstellenpartnern verbringe und übergreifende Lösungen entwickle, wodurch das Silodenken wirklich überwunden wird.

Die Grundlage jeder Kulturentwicklung ist gemeinsames Verständnis für die strategische Notwendigkeit einer vernetzten Kultur

Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass zu Beginn des Entwicklungsprozesses aufzeigt wird, wie eine vernetzte Kultur auf den zukünftigen Unternehmenserfolg einzahlt und weshalb diese neuen Verhaltensweisen wie mutige Delegation von Aufgaben oder das „Feiern“ von Fehlern wichtig sind. Wieso andere Unternehmen damit erfolgreich sind. Wie genau sich das auswirken wird, wenn man Fehler zugibt und gemeinsam daraus lernt. Oder wenn man mutiger um gemeinsame Herausforderungen herum denkt und handelt und nicht aus der Perspektive und den Interessen des einzelnen Silos.

Netflix als Paradebeispiel

In unseren Workshops arbeiten wir hier gerne auch mit Netflix als einem Paradebeispiel für eine vernetze Kultur. Nicht weil jedes Unternehmen genauso werden soll wie Netflix. Uns geht es darum aufzuzeigen, wie Kultur auch sein kann und auf welche Weise man damit erfolgreich ist. Im Kontrast zur eigenen Kultur kann dann entschieden werden, wie viel man davon braucht und in welchen Entwicklungsfeldern man sich selbst weiterentwickeln möchte.

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